Amerika und Karibik

Reiseimpfungen für die USA: Pflicht, Empfehlungen und Gesundheit vor Ort

Für USA gilt bei der Einreise: Kein Nachweis vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Kein bekanntes Risiko.

Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG

USA auf einen Blick

Einreise: Gelbfieber-Nachweis

Kein Nachweis vorgeschrieben

Für die direkte Einreise aus Deutschland sind laut AA keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben, und die USA sind in der WHO-Liste weder als Gelbfieber-Risikogebiet noch mit einer Nachweispflicht aufgeführt. Eine Gelbfieberimpfung ist für eine reine USA-Reise daher nicht vorgesehen.

Für alle Reisenden empfohlen laut Auswärtigem Amt
Hepatitis A
Je nach Reiseart bei Langzeitaufenthalt, besonderer Exposition oder individueller Indikation
Hepatitis B
Meningokokken Meningokokken ACWY nach individueller Indikation
Tollwut Übertragung vor allem durch Füchse, Stinktiere und Waschbären, Immunglobulin vor Ort sehr teuer
Standardimpfungen laut STIKO-Impfkalender, für jede Reise
Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Masern Das Auswärtige Amt hebt für dieses Land den Masernschutz besonders hervor. Lassen Sie Ihren Impfpass vor der Reise prüfen.

Malaria

Kein bekanntes Risiko

Das AA nennt für die USA kein Malariarisiko, und in der Länderliste der DTG sind die USA nicht als Malariagebiet aufgeführt. Mückenschutz ist dennoch sinnvoll, vor allem wegen Dengue in südlichen Bundesstaaten und West-Nil-Fieber im Sommer.

Weitere Gesundheitshinweise

  • Dengue kann in den südlichen Bundesstaaten sowie in Puerto Rico, Guam, den Amerikanischen Jungferninseln und Amerikanisch-Samoa übertragen werden.
  • West-Nil-Fieber wird in den Sommermonaten durch Mücken übertragen.
  • Zecken übertragen vor allem in nördlichen und östlichen Staaten von April bis September Borreliose, suchen Sie sich nach Aufenthalten im Freien ab.
  • Vogelgrippe kann durch Kontakt zu Vögeln und Geflügel übertragen werden, das AA rät von Rohmilchprodukten ab.
  • Bei Reisen in große Höhen sollten Sie die Hinweise zur Höhenkrankheit beachten.

Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.

Für eine Reise direkt aus Deutschland in die USA ist keine Impfung vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis A und aktuelle Standardimpfungen nach dem STIKO-Impfkalender, wobei es den Masernschutz wegen aktueller Ausbrüche besonders hervorhebt. Nach individueller Indikation kommen Dengue, Hepatitis B, Meningokokken ACWY und Tollwut hinzu. Malaria spielt keine Rolle, wohl aber Mücken- und Zeckenschutz sowie eine gute Auslandskrankenversicherung.

Einreise: keine Pflichtimpfungen

Laut Auswärtigem Amt sind für die direkte Einreise aus Deutschland keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Die USA sind in der WHO-Liste weder als Gelbfieber-Risikogebiet noch mit einer Nachweispflicht aufgeführt. Eine Gelbfieberimpfung ist für eine reine USA-Reise daher nicht vorgesehen. Planen Sie eine Kombination mit Mittel- oder Südamerika, prüfen Sie die Regeln der jeweiligen Länder, etwa für Mexiko, gesondert.

Empfohlene Impfungen nach Reiseart

Reisemedizinisch sind die USA ein vergleichsweise unkompliziertes Ziel. Welche Risiken eine Rolle spielen, hängt stark davon ab, ob Sie in Städten unterwegs sind oder viel Zeit in der Natur verbringen. Die Übersichtstabelle auf dieser Seite zeigt die Empfehlungen im Überblick, die folgende Einordnung hilft bei der Vorbereitung.

Reiseart Typische Fragen für die Beratung
Städtereise nach New York, Chicago oder San Francisco Standardimpfungen, insbesondere Masern, Hepatitis A
Rundreise durch die Nationalparks im Westen Tierkontakt, Höhenlagen, weite Wege zur nächsten Klinik
Badeurlaub in Florida oder an der Golfküste Mückenschutz gegen Dengue und West-Nil-Fieber
Wandern und Camping im Nordosten oder Mittleren Westen Zeckenschutz gegen Borreliose, Tollwut bei Kontakt zu Wildtieren
Studium, Au-pair oder Langzeitaufenthalt Hepatitis B, Meningokokken ACWY und Tollwut besprechen

Für alle Reisenden

Das Auswärtige Amt empfiehlt eine Impfung gegen Hepatitis A, da Virushepatitis A auch bei Reisenden in die USA auftritt. Ebenso wichtig sind die Standardimpfungen wie Tetanus, Diphtherie und Masern. Wegen aktueller Masernausbrüche betont das Auswärtige Amt, dass bei Ihnen und Ihren Kindern ein ausreichender Schutz sichergestellt sein sollte. Was die STIKO für Erwachsene empfiehlt, lesen Sie im Ratgeber Standardimpfungen für Erwachsene.

Je nach Reise und persönlichem Risiko

Dengue, Hepatitis B, Meningokokken ACWY und Tollwut nennt das Auswärtige Amt nach individueller Indikation. Ob das auf Sie zutrifft, hängt von Dauer, Unterkunft und Aktivitäten ab. Für Dengue gibt es eine Impfung. Die STIKO empfiehlt sie derzeit nur Personen ab vier Jahren mit einer labordiagnostisch gesicherten früheren Dengue-Infektion. Eine erste Einschätzung für Ihre Reise bietet der Reiseimpf-Check.

Mücken und Zecken: Dengue, West-Nil-Fieber und Borreliose

Das Auswärtige Amt nennt für die USA kein Malariarisiko, und in der Ländertabelle der DTG 2026 sind die USA nicht als Malariagebiet aufgeführt. Andere Erkrankungen, die Mücken und Zecken übertragen, kommen aber vor:

  • Dengue kann in den südlichen Bundesstaaten sowie in Puerto Rico, Guam, den Amerikanischen Jungferninseln und Amerikanisch-Samoa übertragen werden. Die Überträger sind tagsüber und in der Dämmerung aktiv.
  • West-Nil-Fieber wird in den Sommermonaten durch Mücken übertragen.
  • Östliche Pferdeenzephalitis ist beim Menschen selten, kann aber schwer verlaufen.
  • Borreliose wird durch Zecken übertragen, vor allem in den nördlichen und östlichen Staaten von April bis September.

Schützen Sie sich vor allem tagsüber und in der Dämmerung mit Mückenschutzmitteln und geeigneter Kleidung. Suchen Sie sich nach Aufenthalten im Freien sorgfältig nach Zecken ab. Weitere Tipps finden Sie im Ratgeber Dengue und Mückenschutz.

Tierkontakt und Lebensmittel

Tollwut wird in den USA vorrangig durch Füchse, Stinktiere und Waschbären übertragen. Meiden Sie grundsätzlich den Kontakt zu Wildtieren, auch in Nationalparks und auf Campingplätzen. Nach einem Biss oder Kratzer waschen Sie die Wunde sofort mindestens 15 Minuten mit Seife und Wasser aus und suchen umgehend ärztliche Hilfe. Tollwutimpfstoffe und Immunglobuline sind im Land erhältlich, das Immunglobulin ist laut Auswärtigem Amt aber sehr teuer. Mehr dazu im Ratgeber Tollwut auf Reisen.

Weitere Hinweise des Auswärtigen Amts:

  • Hantavirus: Die Übertragung erfolgt über Ausscheidungen von Nagetieren, meiden Sie deshalb Kontakt zu Nagern und ihren Hinterlassenschaften.
  • Vogelgrippe: Meiden Sie Kontakt zu Vögeln und Geflügel, verzichten Sie auf Rohmilch und Rohmilchprodukte und essen Sie Fleisch und Eier nur gut erhitzt.
  • Giftschlangen: Sie kommen vor allem in ländlichen Regionen vor. Nach einem Biss suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe.

Sonne, Höhe und Wasser

Intensive Sonneneinstrahlung kann Haut und Augen schädigen, auch bei kurzen Aufenthalten im Freien. Wer in Hochlagen der Rocky Mountains oder der Sierra Nevada unterwegs ist, sollte die Hinweise zur Höhenkrankheit beachten. Beim Baden und Tauchen beachten Sie Warnungen der lokalen Behörden.

Medizinische Versorgung und Kosten

Die medizinische Versorgung in den USA ist laut Auswärtigem Amt mit Deutschland vergleichbar. Unterschätzen Sie aber nicht die teils großen Entfernungen bis zum nächsten Krankenhaus. Behandlungen sind teuer und erfolgen gegen Vorkasse oder direkte Bezahlung. Eine Auslandskrankenversicherung mit ausreichender Deckung und Rücktransport ist deshalb unverzichtbar, das Auswärtige Amt empfiehlt ausdrücklich auch eine medizinische Evakuierungsversicherung. Nehmen Sie eine Reiseapotheke und Ihre regelmäßigen Medikamente mit und lassen Sie sich deren Notwendigkeit für die Einreise bei Bedarf ärztlich auf Englisch bescheinigen.

Wann Sie die Beratung einplanen sollten

Für eine Städtereise reicht oft ein Termin, um Hepatitis A und fehlende Standardimpfungen nachzuholen. Laut STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor Reisebeginn abgeschlossen sein. Planen Sie einen längeren Aufenthalt, etwa ein Studium oder ein Au-pair-Jahr, lohnt sich ein deutlich früherer Termin. Eine Praxis mit reisemedizinischem Schwerpunkt in Ihrer Nähe finden Sie im Verzeichnis Reisemedizin.

Häufige Fragen zu USA

Brauche ich Impfungen für die USA?

Vorgeschrieben ist bei direkter Einreise aus Deutschland laut Auswärtigem Amt keine Impfung. Empfohlen sind eine Impfung gegen Hepatitis A und aktuelle Standardimpfungen nach STIKO, wobei das Auswärtige Amt den Masernschutz wegen aktueller Ausbrüche besonders betont.

Gibt es in den USA Malaria?

Das Auswärtige Amt nennt für die USA kein Malariarisiko, und in der Ländertabelle der DTG 2026 sind die USA nicht als Malariagebiet aufgeführt. Mückenschutz ist trotzdem sinnvoll, vor allem wegen Dengue in südlichen Bundesstaaten und West-Nil-Fieber im Sommer.

Warum ist eine Auslandskrankenversicherung für die USA so wichtig?

Laut Auswärtigem Amt ist die Versorgung zwar mit Deutschland vergleichbar, Behandlungen sind aber teuer und erfolgen gegen Vorkasse oder direkte Bezahlung. Allein Tollwut-Immunglobulin kann nach Angaben des Auswärtigen Amts bis über 20.000 US-Dollar kosten.