Amerika und Karibik
Reiseimpfungen für die Dominikanische Republik: Impfungen, Malaria und Dengue
Für Dominikanische Republik gilt bei der Einreise: Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet. Das Auswärtige Amt empfiehlt für alle Reisenden Hepatitis A, je nach Reiseart kommen weitere Impfungen hinzu. Malaria: Regional unterschiedlich.
Redaktion promovax.eu · Stand Okt. 2026 · Quellen: Auswärtiges Amt, WHO, DTG
Dominikanische Republik auf einen Blick
Einreise: Gelbfieber-Nachweis
Nachweis nur bei Einreise aus Gelbfiebergebiet (ab 1 Jahr)
Für die direkte Einreise aus Deutschland ist kein Nachweis nötig. Wer aus einem Gelbfiebergebiet einreist, muss laut AA eine Impfung nachweisen; die WHO nennt dafür ein Mindestalter von einem Jahr und schließt Transitaufenthalte von mehr als zwölf Stunden ein. Das Land selbst ist kein Gelbfieber-Risikogebiet.
Malaria
Regional unterschiedlich
Laut AA und DTG besteht ganzjährig ein mittleres Risiko in den Provinzen Azua, Elías Piña und San Juan, im übrigen Land einschließlich Städten und Touristenorten ein geringes Risiko. Fast alle Fälle sind Malaria tropica. Schützen Sie sich tags und nachts vor Mückenstichen und klären Sie ärztlich, ob für Ihre Reise eine Notfallmedikation sinnvoll ist.
Weitere Gesundheitshinweise
- Laut AA gab es zuletzt mehrere Diphtheriefälle bei Kindern im ganzen Land, prüfen Sie Ihren Impfschutz und frischen Sie ihn bei Bedarf auf.
- Dengue wird landesweit übertragen, eine Impfung ist verfügbar.
- Zika-Infektionen kommen vor und sind besonders in der Schwangerschaft relevant.
- Chikungunya-Fieber wird von tagaktiven Mücken übertragen.
- Von April bis September können tropische Meeresfische Ciguatera auslösen, beachten Sie lokale Warnungen.
Keine Dosierungen oder Impfschemata: Was für Sie infrage kommt, klärt die reisemedizinische Beratung.
Für die Dominikanische Republik ist bei direkter Einreise aus Deutschland keine Impfung vorgeschrieben. Das Auswärtige Amt (AA) empfiehlt allen Reisenden die Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition zusätzlich Dengue, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und gegebenenfalls Cholera. Prüfen Sie außerdem Ihren Diphtherieschutz. Im ganzen Land besteht ein geringes Malariarisiko, auch in den Touristenorten, und Dengue wird landesweit übertragen.
Einreise: Wann ein Gelbfieber-Nachweis nötig ist
Wer direkt aus Deutschland anreist, braucht keinen Impfnachweis. Laut AA müssen Reisende aber eine Gelbfieberimpfung nachweisen, wenn sie aus einem Gelbfiebergebiet einreisen. Nach der Länderliste der WHO gilt diese Pflicht ab einem Alter von einem Jahr und auch nach einem Transit von mehr als zwölf Stunden in einem solchen Land. Die Dominikanische Republik selbst ist kein Gelbfieber-Risikogebiet. Relevant wird das zum Beispiel, wenn Sie vorher in Teilen Südamerikas unterwegs waren. Mehr dazu im Ratgeber Gelbfieberimpfung.
Empfohlene Impfungen laut Auswärtigem Amt
Die Tabelle oben auf dieser Seite fasst die Empfehlungen zusammen. Hier die Einordnung:
- Für alle Reisenden: Hepatitis A.
- Bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition: Dengue, Hepatitis B, Typhus, Tollwut und gegebenenfalls Cholera. Eine Cholera-Impfung ist laut AA nur sehr selten angezeigt, etwa bei der Arbeit mit Cholera-Erkrankten.
- Standardimpfungen: Prüfen Sie Ihre Impfungen nach dem STIKO-Impfkalender.
Die Dengue-Impfung empfiehlt die STIKO in Deutschland nur Personen, die nachweislich schon einmal eine Dengue-Infektion hatten. Ob das bei Ihnen zutrifft, klären Sie in der Beratung.
Diphtherie: Impfstatus prüfen
Im Zusammenhang mit rückläufigen Impfungen sind laut AA in der Dominikanischen Republik mehrere Diphtheriefälle und auch Todesfälle aufgetreten, betroffen sind Kinder im ganzen Land. Diphtherie wird über Tröpfchen übertragen und kann schwere Atemwegs-, Herz-, Nieren- und Nervenerkrankungen verursachen. Das AA rät, vor der Reise den eigenen Impfstatus zu überprüfen und bei Bedarf auffrischen zu lassen. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt sieht im Impfpass, ob eine Auffrischung fällig ist. Hintergründe zu Standardimpfungen finden Sie im Ratgeber Standardimpfungen für Erwachsene.
Malaria: Geringes Risiko auch in Touristenorten
Laut AA und DTG besteht ganzjährig ein Malariarisiko. Mehr als 99 Prozent der Fälle sind Malaria tropica, die gefährlichste Form.
| Risiko | Gebiete laut AA und DTG |
|---|---|
| Mittel | Provinzen Azua, Elías Piña und San Juan |
| Gering | übriges Land einschließlich der Städte und Touristenorte |
Schützen Sie sich tags und nachts konsequent vor Mückenstichen, mit Mückenschutzmitteln, langer Kleidung und nachts einem Bettnetz. Für Reisen in Gebiete mit mittlerem Risiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten Einrichtung mit Malariadiagnostik entfernt liegen, empfiehlt das AA, Medikamente zur notfallmäßigen Selbstbehandlung mitzunehmen. Welche Mittel in Frage kommen, klären Sie ärztlich. Fieber während oder nach der Reise sollten Sie umgehend abklären lassen und dabei auf die Reise hinweisen. Mehr im Ratgeber Malaria-Schutz.
Dengue, Zika und Chikungunya
Dengue-Viren werden laut AA landesweit durch tagaktive Aedes-Mücken übertragen und betreffen zunehmend auch Reisende. Eine spezifische Therapie gibt es nicht. Auch Chikungunya und Zika werden von tagaktiven Mücken übertragen, Zika kann in der Schwangerschaft zu Fehlbildungen beim Kind führen. Weil diese Mücken tagsüber stechen, gehört Mückenschutz auch an den Strand und in die Hotelanlage. Praktische Tipps gibt der Ratgeber Dengue und Mückenschutz.
Was von der Reiseart abhängt
| Reiseart | Worauf es besonders ankommt |
|---|---|
| Strand- und Pauschalurlaub Punta Cana, Puerto Plata | Hepatitis A, Mückenschutz am Tag, geringes Malariarisiko, Ciguatera |
| Städtereise Santo Domingo | Trinkwasser, Mückenschutz, private Versorgung teils auf europäischem Niveau |
| Rundreise durchs Landesinnere | Malariarisiko besonders in Azua, Elías Piña und San Juan, Hygiene unterwegs |
| Langzeitaufenthalt, Projektarbeit | Hepatitis B, Typhus, Tollwut, bei Arbeit mit Cholera-Erkrankten Beratung |
Wer die Dominikanische Republik mit anderen Karibikzielen kombiniert, findet die Hinweise für Kuba auf der Länderseite Kuba.
Hygiene, Lebensmittel und Tiere
Durchfallerkrankungen sind häufige Reiseerkrankungen. Trinken Sie laut AA ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs, nie Leitungswasser, und nutzen Sie es möglichst auch zum Zähneputzen. Kochen oder schälen Sie Lebensmittel, halten Sie Fliegen fern und waschen Sie sich oft die Hände. Von April bis September besteht das Risiko, dass tropische Meeresfische giftige Algen aufgenommen haben, die Ciguatera auslösen. Man sieht es den Fischen nicht an, beachten Sie lokale Warnungen.
Tollwut tritt laut AA immer wieder in Einzelfällen auf, meist übertragen durch Hunde, Katzen oder Fledermäuse. Meiden Sie Kontakt zu streunenden Tieren. Nach einem Biss oder Kratzer waschen Sie die Wunde gründlich mit Seife aus und suchen umgehend ärztliche Hilfe, Details im Ratgeber Tollwut auf Reisen.
Medizinische Versorgung und Kosten
In Santo Domingo arbeitet der private Sektor laut AA teilweise auf europäischem Niveau, der öffentliche Sektor ist vor allem auf dem Land überwiegend unzureichend ausgestattet. Planbare Eingriffe sollten Sie in Deutschland durchführen lassen. Ein Sozialversicherungsabkommen gibt es nicht, deutsche Krankenkassen zahlen weder Behandlungen vor Ort noch einen Rücktransport.
Behandlungen in Praxen und Privatkliniken kosten deutlich mehr als in Deutschland und müssen grundsätzlich vorab bezahlt werden. Eine einfache Versicherungsbestätigung reicht vielen Kliniken laut AA nicht aus, und wer nicht zahlen kann, wird mitunter bis zur Kostenübernahme in der Klinik festgehalten. Schließen Sie eine Auslandskranken- und Rückholversicherung ab, klären Sie bei einer Aufnahme früh die Zahlungsmodalitäten und lassen Sie sich bei der Entlassung bestätigen, dass keine Rechnungen offen sind. Eine Reiseapotheke sollten Sie unterwegs vor Hitze schützen.
Zeitplan: Wann Sie zur Beratung gehen sollten
Planen Sie die Impfberatung mit einigen Wochen Vorlauf und bringen Sie Ihren Impfpass mit. Nach STIKO und DTG sollten Reiseimpfungen spätestens zwei Wochen vor der Abreise abgeschlossen sein. Einen ersten Überblick gibt der Reiseimpf-Check, eine reisemedizinische Praxis in Ihrer Nähe finden Sie im Verzeichnis für Reisemedizin.
Häufige Fragen zu Dominikanische Republik
Brauche ich für die Dominikanische Republik eine Gelbfieberimpfung?
Bei direkter Einreise aus Deutschland nicht. Wer aus einem Gelbfiebergebiet einreist, muss laut Auswärtigem Amt eine Impfung nachweisen, die WHO nennt dafür ein Mindestalter von einem Jahr und bezieht Transitaufenthalte von mehr als zwölf Stunden ein. Das Land selbst ist kein Gelbfieber-Risikogebiet.
Gibt es in Punta Cana Malaria?
Laut Auswärtigem Amt und DTG besteht im ganzen Land einschließlich der Städte und Touristenorte ein geringes Malariarisiko, ein mittleres in den Provinzen Azua, Elías Piña und San Juan. Konsequenter Mückenschutz tagsüber und nachts ist deshalb auch im Hotelurlaub sinnvoll.
Warum soll ich vor der Reise meinen Diphtherieschutz prüfen?
Das Auswärtige Amt berichtet von mehreren Diphtheriefällen und Todesfällen bei Kindern im ganzen Land, im Zusammenhang mit rückläufigen Impfungen. Es empfiehlt, den Impfstatus vor der Reise zu überprüfen und bei Bedarf eine Auffrischung durchführen zu lassen.
Zahlt meine Krankenkasse eine Behandlung in der Dominikanischen Republik?
Nein. Laut Auswärtigem Amt besteht kein Sozialversicherungsabkommen, deutsche Krankenkassen übernehmen weder ambulante noch stationäre Behandlungen oder einen Rücktransport. Schließen Sie deshalb eine Auslandskranken- und Rückholversicherung ab.
Quellen
- Auswärtiges Amt: Dominikanische Republik, Reise- und Sicherheitshinweise (Gesundheit) (Stand 2026-10)
- WHO: Countries with risk of yellow fever transmission and countries requiring yellow fever vaccination (Stand 2022-11)
- DTG: Empfehlungen zur Malariaprävention 2026 (Stand 2026)
- RKI: Epidemiologisches Bulletin 27/2026, Empfehlungen von STIKO und DTG zu Reiseimpfungen (Stand 2026-07)